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LRS oder Legasthenie? Der Unterschied einfach erklärt

Von Dennis Schaible5 Min. Lesezeit

„Hat mein Kind LRS oder Legasthenie?“ Diese Frage stellen sich viele Eltern – und die Begriffe werden im Alltag oft synonym benutzt. Es gibt jedoch Unterschiede, die für die richtige Unterstützung wichtig sind.

Begriff

Was bedeutet Legasthenie?

Legasthenie beschreibt eine ausgeprägte, meist anlagebedingte Lese-Rechtschreib-Störung. Die Schwierigkeiten sind hartnäckig und lassen sich nicht allein durch die äußeren Umstände wie Unterricht oder häusliche Situation erklären. Fachlich wird sie als umschriebene Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten eingeordnet.

Abgrenzung

Worin liegt der Unterschied zwischen LRS und Legasthenie?

Der Begriff LRS wird häufig weiter gefasst: Er umfasst Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten, die auch vorübergehend oder durch äußere Faktoren mitbedingt sein können – etwa durch längere Fehlzeiten, Zweisprachigkeit oder eine schwierige Lernphase. Legasthenie meint dagegen die anlagebedingte, besonders hartnäckige Form.

In der Praxis werden die Begriffe nicht einheitlich verwendet. Schulen, Ärzte und Bundesländer legen sie teilweise unterschiedlich aus. Entscheidend ist deshalb weniger das Etikett als die Frage, wie stark Ihr Kind betroffen ist und welche Unterstützung es braucht.

Bedeutung

Warum ist die Unterscheidung überhaupt wichtig?

Die Einordnung kann Folgen haben – etwa für einen möglichen Nachteilsausgleich in der Schule oder für die Frage, ob eine spezielle Therapie sinnvoll ist. Eine gesicherte Zuordnung nehmen Fachleute im Rahmen einer Diagnostik vor.

Konsequenz

Was bedeutet das für die Förderung?

Für den Alltag ist die gute Nachricht: Ob LRS oder Legasthenie – die grundlegenden Förderansätze ähneln sich. Wichtig sind frühes Erkennen, regelmäßiges, kleinschrittiges Üben und viel Geduld. Eine erste Orientierung, wo Ihr Kind steht, gibt unser LRS-Test zum Ausdrucken.

Häufige Fragen

Ist Legasthenie dasselbe wie LRS?
Nicht ganz. Legasthenie bezeichnet meist die anlagebedingte, besonders hartnäckige Form. LRS wird oft weiter gefasst und schließt auch vorübergehende oder mitbedingte Schwierigkeiten ein. Die Begriffe werden aber nicht einheitlich verwendet.
Kann ein Test zu Hause zwischen LRS und Legasthenie unterscheiden?
Nein. Eine gesicherte Zuordnung nehmen nur Fachleute vor. Ein Test zu Hause hilft, einen Verdacht einzuordnen und zu entscheiden, ob eine fachliche Abklärung sinnvoll ist.

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Stand: 6. Juli 2026. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und Orientierung und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Diagnose. Bei einem begründeten Verdacht auf eine Lese-Rechtschreib-Schwäche wenden Sie sich bitte an entsprechende Fachleute.